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14.02.2011
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Die Ernährung des Hundes
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bietet schon immer Gesprächsstoff für
nicht enden wollende Diskussionen. Mit dem stetig wachsenden Angebot aus der
Fertigfutterbranche, aber auch durch ein vermehrtes Umdenken vieler
Hundebesitzer, hin zur gesunden Ernährung, wird so mancher Futterplan
„überarbeitet“. Und so genießen immer mehr Hunde eine Abwechslung in
ihrem Futternapf. Oder auch nicht? Denn ein schneller Ein- und Umstieg auf
eine dem Organismus völlig fremde Futterzusammenstellung ist für so manchen
Hundeverdauungstrakt eine Aufgabe, die nicht immer so einfach bewältigt
wird. Schnell werden dann seitens des Besitzers gute Vorsätze aufgegeben,
wenn der Verdauungstrakt des Hundes mit der „Revolution“ nicht zurecht
kommt. D.h. eine allmähliche Futterumstellung ist, für alle Altersgruppen,
in jedem Fall notwendig, so dass sich die Verdauungsorgane auf die neue
Aufgabe einstellen können. Dies ist besonders für Welpen und Oldies sehr zu
berücksichtigen!
Eine weitere Hürde, die gute Vorsätze
sehr schnell ausbremst, sind Aussagen von einigen Tierärzten, Infos aus dem
Internet, etc.. Zu oft werden so Hundebesitzer verunsichert.
Wer seinen Hund mit gutem Gewissen
richtig und gesund ernähren möchte, sieht sich schnell einem Wirrwarr von
„wichtigen“ Mengenverhältnissen, Inhaltsstoffen, Nährwerttabellen und
Berechnungen ausgesetzt, weil immer und überall auf die Bedeutung der
„richtigen Futterzusammensetzung“ hingewiesen wird, um Wachstumsstörungen
und gesundheitlichen Schäden vorzubeugen. Dabei ist es so einfach, seinen
Hund gesund zu ernähren.
Auch wenn sehr oft der Anschein erweckt
wird, dass die Ernährung vieler Hunde von einem mehr „praktischen“ Grund,
nämlich dem Griff in die Fertigfuttertüte abhängig ist (die schnellste und
sauberste Möglichkeit ein jedes Tierchen zu ernähren), der Schein trügt. Es
ist viel mehr die Sorge um die richtige Ernährung weil der Hundebesitzer nur
das Beste für seinen vierbeinigen Partner möchte und sich so lieber auf
Fix-und-Fertig-Kost verlässt.
Betrachtet man nun den Markt, informiert
sich im WWW, wer bietet Ihnen die ausführlichsten Informationen, genaueste
Angaben über die in diesem oder jenen Futter enthaltenen Inhaltsstoffe? Wer
kann auf Ernährungsversuche / Testreihen mit Testhunden über Jahrzehnte
zurückgreifen und diese Daten wissenschaftlich, durch groß angelegte
Studien, belegen? Wer hat die finanziellen Möglichkeiten?
Welche Nahrungsprodukte werden von
Forschungszentren und Universitäten getestet und bestätigt? Natürlich sind
es nicht die aus jahrzehntelangen Erfahrungen von Hundeliebhabern/ Züchtern/
etc.. Und was ist drin, in der Tüte oder Dose? Man kann es nachlesen. Man
kann es auch glauben?
Ich erinnere mich an ein „interessantes“
Werbegespräch mit einem Vertreter der Firma XY, während einer Ausstellung.
Er bot mir, unserem Verein, verschiedene Trockenfutter-Proben und
(natürlich) das beste, weil neueste Futtersortiment zum besonders günstigen
Preis. Die angegebenen Inhaltsstoffe waren nicht ungewöhnlich, der Preis
ansprechend. Ich wollte aber weitere Informationen; vor allem über die
Inhaltsstoffe, die nicht aufgeführt waren, weil nicht aufgeführt werden
müssen. Genauer gesagt, interessierten mich die Bezugsquellen der
Futterbestandteile, z.B. Getreide, Fleisch, Mehle, etc.. Wo kommen sie her?
Handelt es sich um einen kontrollierten Anbau/ Erzeuger? Welche Dünger- oder
Aufzuchtmittel werden dort eingesetzt?
Das war aber dann doch zu viel für den
guten Mann! „Wie soll man denn den wechselnden Erzeugern von Grundstoffen,
die ja nun einmal nicht selbst produziert, sondern „eingekauft“ werden, auf
die Finger schauen? Nein, die Firma XY garantiert nur für die von ihr
verwendeten Zutaten…..“ |
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| Es soll hier nicht
auf die verschiedenen Sorten von Fertigprodukten eingegangen werden, oder
auf das Für, nein Wider, einer solchen Ernährung. Ein riesiger Markt, ein
gigantisches Angebot von preiswert bis kostspielig, sowie eine Vielfalt von
„Einsatzbereichen“, ob Hundegröße, Alter, Gesundheit, etc…, erlauben
inzwischen keinen Überblick mehr. Festzuhalten ist jedoch, dass es sich bei
allen Futtersorten um Produkte handelt, die niemals den Anforderungen des
„natürlichen“ Verdauungstraktes, und somit einer bestmöglichen Entwicklung
eines Fleischfresser, gerecht werden können. Wie auch, bei einem selten
höheren Fleischanteil von 5 %? Woher aber nimmt der Fertigfutterhersteller
wichtige Nährstoffe, u.a. den „richtigen“ Proteinanteil, der laut Angaben
genau auf den Bedarf eines jeden Typ (Größe, Alter, Leistung, Gesundheit,
etc.) berechnet ist? |
| Viele Welpenkäufer
(ja auch so mancher erfahrene Hunde-Besitzer) kann sich gar nicht so recht
vorstellen, dass ein empfohlenes Welpenfutter sich auch negativ auf die
Entwicklung eines Hundes auswirken kann. Hier treten, gerade bei schweren
Hunderasse, mitunter gravierende Wachstumsstörungen (Skelettentwicklung)
auf, mitunter verbunden mit sehr starken Schmerzen in allen Gelenken, sowie
unterschiedlich ausgeprägten Lähmungserscheinungen. |
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Die so erkrankten Hunde zeigen teils
derart schwere Schmerzzustände, dass sie sich verkriechen, Bewegungen
vermeiden; sich mitunter auch durch Schnappen gegen Berührungen wehren. Wird
dem Tierchen nicht schnell, bei entsprechender Behandlung geholfen, stellen
sich weitere schwere gesundheitliche Beeinträchtigungen, begleitet von
Fieberschüben ein. Hier ist möglicherweise die gesunde Entwicklung,
besonders der großen Gelenke, gefährdet (z.B. OCD). |
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Wie kann es aber sein, dass
ausgerechnet ein auf gewisse körperliche Ansprüche ausgerichtetes Futter
Schaden anrichten kann? |
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Kann es denn sein, dass der
gleichgroße Nachbarshund problemlos, mit dem gleichen Futter wie Ihrer,
heranwächst? |
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Wie kann es sein, dass so viele
Junghunde aus der Tüte ernährt werden, ohne gesundheitliche Störungen zu
zeigen? |
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Ist es der hohe/ niedrige
Proteingehalt? |
 | Ist es möglicherweise der Kohlehydrate-/
Ballaststoffanteil? |
 | Sind es zu viele/ wenige Mineralstoffe? |
 | Die Spurenelemente in falscher Dosierung? Ja was ist
es? |
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| Die Proteine |
| Die am ehesten
gestellte Frage beim Kauf von Fertigprodukten |
| Wieviel Protein
ist für meinen Hund richtig? |
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Eine Frage, die nicht mit gutem Gewissen
überzeugend beantwortet werden kann. Denn |
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die Qualität des Proteins, also die
Proteinquelle ist ausschlaggebend. |
| Und da ist erst
einmal die Frage zu stellen, wie hoch ist der tatsächliche Fleischanteil in
einem Fertigprodukt (nicht Fleischnebenprodukte!)? 4%? 5%? Vielleicht sogar
14%? |
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Ja aber woher kommt nun ausreichend
hoch verwertbares Protein? Woher kommen die lebensnotwendigen
Aminosäuren? |
| Die
hauptsächlichen Proteinquellen eines Fertigproduktes stammen aus
pflanzlichen Quellen (Getreide verschiedener Herkunft, Kartoffeln, Möhren,
Erbsen, Bohnen, etc.). Dieses pflanzliche Protein ist sehr viel schlechter
für den Verdauungstrakt eines Hundes zu verarbeiten, als tierische Proteine.
Wenn auch immer noch besser als Proteine minderwertiger tierischer Quellen
(Fleischmehle / Fleischnebenerzeugnisse, wie sie in vielen Fertigprodukten
enthalten sind) verwertbar. |
| Die beste und
wichtigste Proteinquelle, und Vorläufer für die lebensnotwendigen
Aminosäuren, ist für einen Fleischfresser verständlicherweise Fleisch!
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Der Hund ist nun einmal, wie seine
Vorfahren, ein Fleischfresser. Sein Magen ist für die Verarbeitung von rohem
Fleisch „ausgerüstet“. Unter diesem Aspekt wird also sehr wohl verständlich,
dass nicht der prozentuale Anteil eines Proteins im Hundefutter interessant
ist, sondern seine Herkunft/ Qualität! |
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| Die Kohlehydrate/
Rohfaser/ Ballaststoffe |
| Die Verdauung von
Kohlehydraten beginnt nicht im Hundemagen, sondern erst im Dünndarm. Die
Magensäfte sind nicht in der Lage sie zu verarbeiten. (Hierbei sei an die
Magendrehung erinnert.) |
| Auf Rohfaseranteile
im Futter kann und soll nicht verzichtet werden, da auch ihnen eine
„Aufgabe“ zukommt. Sie werden für einen gesunden Verdauungsablauf, u.A.
durch Vergrößerung der Stuhlmenge zur Regulierung der Darmtätigkeit,
benötigt. (denken wir an die 2-3fache Kotmenge bei Fertigproduktfütterung,
gegenüber Fleischfressern!) |
| Wenig bedacht wird,
dass sich ein z.B. sehr hoher Rohfaseranteil im Futter nachteilig auf
die Verarbeitung einiger wichtiger Nährstoffe auswirkt. Diese gehen, in die
„Ballaststoffmaße“ eingebunden regelrecht unter. Sie können so nicht in
vollem Umfang aufgenommen und zur Verwertung aufgearbeitet werden. Sie
verlassen ungenutzt mit dem Kot den Körper. |
| Es ist also
tatsächlich darüber nachzudenken, inwieweit die Höhe eines Protein- oder
Mineralstoffanteil als Hauptverursacher für Entwicklungs- und
gesundheitliche Störungen beim Hund ausgewiesen werden kann. |
| Verständlich zeigt
sich nun gerade, dass Light-Futter (Gewichtsreduzierung) einen
wesentlich höheren Rohfaseranteil besitzt, als „gebräuchliches“. Der hohe
Rohfaseranteil unterbindet die volle Ausnutzung von vielen Nährstoffanteilen
im Futter, bei voller Sättigung, ohne „knurrenden“ Magen. |
| Ebenso verständlich
wird so, dass im Grunde nicht jedes Fertigfutter für jeden Hund, jedes
Alter, etc., geeignet sein kann! |
| Am Rande bemerkt: |
| Sollte es nicht zum
Nachdenken anregen, welchen (Un)sinn das Vermischen von Fleisch mit einem
Fertigprodukt in einer Mahlzeit macht? |
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Auch sei erwähnt, dass „richtige“ BARFER
niemals Fleisch und Getreide (z.B.) gleichzeitig verfüttern! |
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| Das Calcium/
Phosphor-Verhältnis |
| Ein niemals endendes
Streitthema? Immerhin wird schon seit einigen Jahren vor einem zu gut
gemeinten Calcium-Angebot gewarnt. |
| Ich erinnere mich
noch an die dringenden Ermahnungen der Züchterin unseres 1. Hovawart, die
sie bei jedem Telefonat wiederholte: 10 Kalktabletten pro Tag! Oder ein
Calcium-Pulver in bestimmter Dosis. Jaaaaa natürlich! Wie sollte ich ihr
erklären, dass Astor das so „präparierte“ Futter nicht anrührte? Dafür aber
Joghurt, Milch und Kalbsknochen. |
| Wir haben so als
Laien erste eigene Erfahrungen, ja im Grunde Versuche, mit positivem Ausgang
machen können (müssen - was der Hovi nicht frisst, das frisst er nicht).
Unter anderem mit dieser „Lehre“ kamen wir dazu, Futterzusammensetzungen
aller möglichen Richtungen (verschiedene Fertigprodukte, wie auch die
„Hausmannskost“ verschiedener erfahrener Züchter und Ernährungsratschläge in
Form von Literatur) zu hinterfragen. Und nur so ließ sich der Nachweis,
zuletzt über alle weiteren Hovis und unsere Welpen erbringen, dass die
gesunde Ernährung alles andere als schwierig und schon gar nicht vom
Taschenrechner abhängig ist. |
| Es ist darauf zu
achten, dass ein gut verdauliches Calcium gelegentlich zur Verfügung steht
(in der Welpen- und Junghundezeit etwas mehr). Hierbei sind bestimmte (sh.
Tabelle) Milchprodukte besonders geeignet, andere weniger. Eine
kontrollierte Gabe ist jedoch nicht nötig. |
| Oder doch? |
| Ich greife äußert
ungern auf die am meisten verarbeiteten und empfohlenen Kohlehydratquellen,
Getreidesorten wie Mais, Weizen, Gerste, Hafer, etc., zurück. Nicht nur,
dass das hierin enthaltene Protein einen sehr niedrigen Wert für den
Verdauungstrakt des Hundes darstellt und es am ehesten für allergische
Reaktionen verantwortlich ist, sondern weil gerade reine Getreideprodukte
für ein zu starkes Ungleichgewicht der Mineralien Phosphor und Calcium
verantwortlich sind. So enthalten z.B. |
| 100g Mais
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15 mg CA
/ 256 mg
PH |
| 100g Weizen
|
21 mg CA / 254 mg PH |
| 100g Gerste
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38 mg CA / 342 mg PH |
| 100g Hafer
|
65 mg CA / 405 mg PH |
| 100g Reis
|
23 mg CA / 325 mg PH |
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| Nehmen wir zum
Vergleich einige Milchprodukte: |
| 100g Kuhmilch
|
120 mg CA / 102 mg PH |
| 100g Milch
fettarm |
123
mg CA /
94 mg
PH |
| 100g
Joghurt fettarm |
123
mg CA /
94 mg
PH |
| 100g Hüttenkäse
|
100 mg CA / 170 mg PH |
| 100g Quark |
92 mg CA / 160 mg PH |
| 100g Schnittkäse
|
800 mg CA / 550 mg PH |
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| Es kommen also viele
Faktoren zusammen, die für eine gesunde oder kranke Entwicklung eines jungen
Hundes verantwortlich sind. Und nun schauen wir auf |
| das „angepasste“
Fertigprodukt: |
| Nehmen wir uns das
„spezielle“ Futter für 4 Welpen einer sehr großen Hunderasse vor.
|
 | Hund 1 ist sehr
temperamentvoll und stets in Aktion, jedoch mit wenig regelmäßigem
Auslauf. |
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 | Hund 2 ist ein ruhiger
Vertreter mit sehr wenig Auslauf. |
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 | Hund 3 ist sehr
temperamentvoll und stets in Aktion, mit reichlich regelmäßigem Auslauf.
|
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 | Hund 4 ist ein ruhiger
Vertreter mit reichlich regelmäßigem Auslauf. |
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| Nun wählen Sie für
diese 4 Welpen das optimale Fertigfutter aus! Gehört dazu nicht ein wenig
Glück? |
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So ist es also sehr schwierig, seinem
Hund das richtige Fertig-/Futter zu servieren? Kann es überhaupt das
Richtige geben? |
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Wie gesund oder richtig ein Fertigfutter
tatsächlich ist/ war, lässt sich schließlich erst dann sagen, wenn ein so
ernährter Hund bis ins hohe Alter gesund und frei von Erkrankungen (z.B.
Nieren, Haut, Skelett, Verdauung, etc.) ist. |
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Selbstverständlich gilt das auch für
unsere Hausmannskost! |
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| Selbstverständlich
ist nicht jeder ausschließlich mit Fertigfutter ernährte Hund
krankheitsanfälliger als der mit abwechslungsreichem Speiseplan. Es müssen
schon mehrere ungünstige Prädispositionen zusammentreffen. Es zeigt aber,
dass die tägliche gleiche Einnahme (ich bezeichne es als solche, weil
die Futtermenge für jede Hundegröße, verschiedene Altergruppen, ja sogar
teils für bestimmte Hunderassen, genau berechnet ist und nach Anweisung der
Hersteller auch genau eingehalten werden soll), sich ungünstig auswirken
kann. |
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| Nachdenklich |
| stimmen muss doch,
wie ein „optimal angepasstes“ Produkt immer noch verbessert werden kann, wie
der Markt besagt?! Gut ist dann doch immer noch nicht gut genug! Und das
„Beste“ kann nicht das Beste sein, wenn es immer noch ein bisschen besser
wird! |
| Für mich selbst ist
undenkbar, dass ein Futter das Tag für Tag, ein ganzes Hundeleben lang,
gefüttert wird, gesund sein kann. Immerhin ist darüber nachzudenken, was für
uns Menschen gesund ist. Zeigen sich nicht auch bei uns die Folgen einer
einseitigen Ernährung erst (zu) spät? |
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| Das Gewissen |
| Ein vielleicht
unverständlicher Aspekt ist darin zu sehen, dass mich das schlechte Gewissen
plagen würde, müssten unsere vierbeinigen Familienmitglieder sich Tag für
Tag mit dem gleichen „Menü“ zufrieden geben. |
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| Artgerecht? |
| Spricht man nun von
artgerechter Ernährung, wird gerne, weil artgerecht, auf Innereien
wie Leber, Milz, Nieren, Herz, etc. verwiesen, deren gelegentlicher Verzehr
nicht schaden wird, aber längst nicht jedem Hund bekommt. Inzwischen gibt es
hinsichtlich eines „artgerechtem Fressverhalten“ von Wildhunden/ Wölfen/
Füchsen sehr widersprüchliche Angaben. Die bis vor einigen Jahren
aufgestellten Behauptungen, die sich auf unterschiedliche Erfahrungen und
Beobachtungen stützen, und davon überzeugen sollen, dass wildlebende
Fleischfresser immer zuerst die Innereien einer Beute verzehren und zuletzt
den übrigen Kadaver, sind nicht wirklich glaubhaft zu machen, wie inzwischen
Erfahrungen und Berichte bestätigen. |
| Ich selbst konnte im
Verlaufe von Jahren (im Kleinen) beobachten, dass Füchse sich nicht, wie
gerne berichtet, vorzugsweise der Innereien eines toten Tieres (Rehe, Igel,
Dachs, etc., z.B. nach Unfällen) bedienen, und insbesondere das Gedärm, gar
nicht oder erst viel später verzehrt wird. Solche Beobachtungen werden von
einigen Forschern und Wildhütern bestätigt. Sicher spielt hier das
aufzufindende „Futterangebot“ eine wesentliche Rolle. |
| Beobachte ich im
Winter das Füchschen auf unserem Kompost, wie es sich bemüht einen Berg
Rindertalg aus der letzten Pansenverarbeitung abzutransportieren…? Sicher
ist das alles andere als artgerecht. Aber es steht zur Verfügung und ganz
sicher ist es zu einer solchen Jahreszeit für sein Energiedepot sinnvoll. Ob
es jetzt wohl mit dem gleichen Genuss rohes Korn oder Gemüse
herunterschlingen würde? |
| Hält man sich weiter
vor Augen, was so alles auf dem Speiseplan von wildlebenden Kaniden zu
finden ist, so wird auch die Vorliebe unserer Hunde für Erdbeeren,
Blaubeeren, Stachelbeeren, Himbeeren, Kirschen, Nüsse, Gewürzkräuter, etc……,
verständlich. Ebenso ihr Verlangen nach bestimmten, genau ausgewählten
Gräsern, nach dem Genuss von schwerverdaulichen Leckereien (Schweineohr,
Knorpel, Büffellederknochen, etc.). |
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| Artgerechte
Ernährung für einen Familienhund? |
| Eine artgerechte
Ernährung wie sie freilebenden Fleischfressern zukommt, ist wohl für unsere
Haushunde kaum möglich. Das ist auch gar nicht nötig! Letztendlich heißt
„artgerecht“ nicht unbedingt gesund und richtig. |
| Vergessen werden
darf nun einmal nicht, dass bereits unsere Welpen nicht „artgerecht“ ernährt
und aufgezogen werden. Wie denn wohl auch? Stellen Sie sich ihren ersten
Besuch in einer Welpenstube vor: Die vielleicht 6 Wochen alten Babys
zerkleinern gerade ihre Futterration. Einen riesigen Fleischbrocken, der von
diesen kleinen Tierchen „bezwungen“ werden soll. Vielleicht finden Sie nicht
nur einen großen fleischhaltigen Kalbsknochen, sondern einen ganzen
Kalbsschädel im Welpenauslauf? Wahrscheinlich fühlen sich die Kleinen
sauwohl in ihrem „artgerechten“ Auslauf, einer abgelegenen Gartenecke, in
der sie sich frei und ohne Einschränkung, durch menschliche Hand, entwickeln
können? |
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| Unsere Welpen werden
durch unsere Aufzucht auf ein Leben in der Familie (im Haus) vorbereitet;
die Ernährung wird sehr abwechslungsreich gestaltet und erfolgt nach bestem
Wissen auf der Basis jahrzehntelanger Erfahrungen. |
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Was benötigen unsere Hunde um gesund und fit zu bleiben? |
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Hierzu erst einmal die Überlegung: |
| „Welche Nährstoffe,
Mineralstoffe und Vitamine benötigt ein Hund tatsächlich?“ |
| Sie haben die
Möglichkeit Fachbücher zu wälzen, sich eine Ernährungstabelle per
Computerprogramm erstellen zu lassen. Besser, vor allem preiswerter, Sie
lassen einfach Ihren ganz natürlichen Verstand walten. |
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| Der Hund benötigt
im Grunde die gleichen Nährstoffe wie der Mensch: Proteine, Fette,
Kohlenhydrate, Rohfaser, Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine und Wasser.
Nur(!!!!) in einem anderen Mengenverhältnis. D.h. mindestens 2/3 seiner
Mahlzeit sollte aus Fleisch bestehen, max. 1/3 aus Beilagen wie z.B.
Kartoffeln, Reis, Nudeln, Haferschleim oder Gemüse. Da Hunde pflanzliche
Nahrung nicht ohne Weiteres verdauen können, müssen pflanzliche Bestandteile
für den Hundenapf gegart und fein püriert oder durch Zusätze oder
industrielle Bearbeitung (Fertigprodukte) aufbereitet werden. Erhält der
Hund pflanzliche Nahrungsbestandteile vorverdaut, nämlich als Bestandteil
von grünem Pansen, kann sein Verdauungstrakt diese restlos verarbeiten.
Insofern ist die Zugabe von Gemüse und anderen pflanzlichen Futtermitteln
zur Pansenmahlzeit nicht unbedingt nötig; sei denn zur Gewichtsreduzierung
oder Stuhlregulierung (bei zu festem Kot). Das alleinige Verfüttern von
grünem Pansen, über einen längeren Zeitraum ruft, wie unsere Erfahrungen
lehren, keine Entwicklungs- bzw. Wachstumsstörungen hervor (Vitamine:
A, E, B1, -2, -3, -4, -5, -6, -7, -9, -12, C, D, E/ Spurenelemente:
Eisen, Fluor, Jod, Kupfer, Mangan und Zink/ Mineralstoffe: Calcium,
Chlor, Kalium, Magnesium, Natrium, Phosphor, Schwefel). Im Gegenteil, die
hier „mitgelieferten“ Bakterien sind für den Verdauungstrakt sehr wertvoll.
Sie sind natürlich! Sie vertreiben schädliche oder unnütze
Schmarotzer im Darmtrakt und stimulieren eine gesunde Funktion, ähnlich wie
z.B. ein Probiotica. Ein gesunder Verdauungstrakt bietet Schmarotzern keine
Lebensgrundlage! |
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| So habe ich noch
nie bei einem „Pansenhund“ den Nachweis von irgendwelchen unnützen oder
schädlichen Darmschmarotzern (Würmern) erhalten! Weder bei meinen eigenen
(Welpen wie ausgewachsenen Hovis), noch bei mir bekannten Hunden!!!! (Dies
gilt nicht bei Verfütterung von ausschließlich gegartem Fleisch, oder
Fütterung von Fertigprodukten!). |
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Darf man den Experten für Hundeernährung
glauben, so ist nur ein Hund gesund, der täglich mit allen
„lebensnotwendigen Materialien“ versorgt wird. Welche und in welcher Menge? |
| Ist das tatsächlich
so? Also müssten im Winter alle wildlebenden Fleischfresser ungesund leben,
weil das Angebot an Beeren, Kräutern, Gräsern, etc., auch für ihre
Beutetiere, nicht vorhanden ist? |
| Und was mache ich,
wenn mein Hund mir sagt „das fresse ich nicht“? Einer unserer Rüden hätte
ständig Mangelerscheinungen zeigen müssen, weil er eine andere Vorstellung
von gut und richtig hatte, als ich. Wie überhaupt unsere „Gourmets“ ganz
eigene Vorstellungen von „gesund“ haben, was keinem von ihnen je schadete. |
| Unter
Berücksichtigung einiger ganz einfacher Regeln, wird jeder Hund ohne
Tabellen, Taschenrechner und Sonderkosten gut und gesund ernährt. |
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| Der Speiseplan
unserer Hovawart-Hunde |
| Unsere Hunde
erhalten, vom Welpen- bis hin zum Greisenalter, grundsätzlich die gleiche
Nahrung. Eine Ausnahme stellt die Menge, das Mengenverhältnis einiger
Nahrungsbestandteile (nicht des Protein), so wie eine mögliche
Futterunverträglichkeit dar. Hier sei z.B. das allabendliche Betthupferl
unserer Hunde erwähnt, ein Becher Kuhmilch, das nicht von allen unseren
Hunden vertragen wird/ wurde. |
| Auf einen für ältere
Hunde allseits empfohlenen erhöhten Kohlehydrate/ Ballaststoffanteil, der im
Alter einer Darmträgheit vorbeugen soll, konnten wir bei unseren Oldies
immer verzichten, da ihre Verdauung bei unserer abwechslungsreichen Kost
völlig unkompliziert funktionierte. Im Gegenteil, wir haben festgestellt,
dass eine erhöhte „pflanzliche Beilage“ sich bei den meisten unserer Oldies
eher nachteilig auf die Festigkeit eines Häufchens auswirkte. |
| So konnten wir ein
optimales und angepasstes, also ein gesundes Wachstum, bisher bei unseren
eigenen Hunden immer sicherstellen und bei den von uns gezüchteten Welpen
garantieren, sofern ihre Besitzer unseren Futterratschlägen folgten. Bei so
ernährten Welpen sind bisher Wachstumsstörungen, verbunden mit Schmerzen,
Gelenkveränderungen oder Lähmungserscheinungen nicht aufgetreten.
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|
| In unserer eigenen
Hundeküche gelten lockere „Grundregeln“ bei der Futterzusammenstellung.
Diese haben sich viele Jahre bestens bewährt und garantierten immer „weder
ein Zuviel auf der einen, noch ein Zuwenig auf der anderen Seite“. Wir haben
im Verlaufe der Jahre den Futterplan für unsere Hovis kaum verändert. Jedoch
sind Einschränkungen/ Korrekturen von Hund zu Hund, notwendig, weil die
„Ansprüche“ an den Napfinhalt nicht bei jedem unserer Hovis gleich sind.
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| Im Groben gibt es
folgende Regeln: |
 | Der Speiseplan muss abwechslungsreich sein. |
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 | Der Speiseplan sollte dem Gewicht eines Hundes
angepasst sein. D.h. nicht die Menge, sondern die Zusammensetzung. |
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 | Rohes grobes Gemüse kann das Verdauungssystem des
Hundes nicht verarbeiten. Es muss püriert besser gegart gereicht werden. |
|
 | Keine scharfen Gewürze wie Pfeffer, Paprika, etc. |
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 | Keine Wurstreste |
|
 | Keine verdorbenen Lebensmittel |
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 | Keine Süßigkeiten |
|
 | Alle Fleischarten, außer Rindfleisch, gegart |
|
 | Keine Knochen, außer Kalbsröhrenknochen, und
|
|
 | vor allen Dingen nichts was der Hund ohnehin nicht
fressen mag, oder nicht verträgt. |
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| Wie schaut unser
eigener Speiseplan für unsere Hunde seit über 25 Jahren aus? |
 | Er beinhaltet (Fleisch außer Pansen immer gegart) |
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 | grundsätzlich grünen Pansen ( 2/3 bis 3/4 der
Tagesration) |
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 | anteilig wechselnd dazu Schweine-, Lamm-, und
Rindfleisch, Hähnchen, Huhn, Fisch, etc. |
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 | gelegentlich, eher seltener, Rinderherz oder -leber |
|
 | gelegentlich Leckereien wie Fleischklopse, Käsestangen,
etc. |
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 | 1 - 2 Ei pro Woche (besonders beliebt Rührei mit Sahne) |
|
 | verschiedene Milchprodukte wie Quark, Joghurt,
Hüttenkäse, Käse, die wechselnd täglich für 1 kleine Mahlzeit geeignet
sind. (Warum wechselnd? Sh. Nährwerttabelle) |
|
 | gelegentlich altbackenes Brot mit Pflanzenmargarine und
einem Hauch Leberwurst oder Frischkäse |
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 | wechselnd gegarte pflanzliche Beilagen (entweder
Kartoffeln, oder - Reis, Nudeln, Möhren, leicht verdauliche Kohlsorten,
Äpfel, Petersilie, Kräuter der Saison, etc.) |
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 | schon mal eine Kelle vom Gemüseeintopf (ohne Gewürze)
|
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 | sowie natürlich Knabbereien von Hundekuchen über
Rinderohren zu Kalbsknochen, etc. |
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Die gesunde körperliche Entwicklung
aller unserer Hunde beweist, wie auch die der von uns aufgezogenen Welpen,
unsere jahrzehntelange richtige Fütterungspraxis, die keinerlei
komplizierter Berechnungen unterliegt, sondern lediglich dem gesunden
Menschenverstand und dem Wissen um die Funktion der Verdauungsorgane eines
Hundes. |
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Copyright - Ingeborg Krümmel |
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Grüner Pansen, mehr als nur Fleisch |
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Er sieht unappetitlich aus! Er stinkt! Außerdem ist die
Beschaffung schwierig!? Von der Zubereitung (sofern noch nicht geschnitten)
gar nicht zu sprechen! |
| Ich erinnere mich noch an die Zeit, in der
ich mich die ersten Male mit diesen „Unannehmlichkeiten“ auseinandersetzen
musste. Laut Züchter gab (gibt!) es keine bessere Nahrung für einen schnell
wachsenden Hovawart, soll er bei guter Gesundheit gedeihen. Mit der Zeit
gewöhnte ich mich an den „Duft“, entdeckte immer neue und idealere
Zerkleinerungstechniken (eine große Schere eignet sich besser als ein großes
Messer/ leicht gefrorener bzw. angetauter Pansen lässt sich problemlos
schneiden, wenn man ihn in Rouladenform einfriert/ etc.), bis ich einen
Schlachthof mit eigener Hundefutterabteilung fand. Von nun an hieß es nur
noch „eintüten“. |
| Was macht grünen Pansen (Vormagen der
Wiederkäuer) für unsere Hunde so wertvoll? |
| Erinnern wir uns, der Hund ist ein Fleisch-
und Aasfresser! Wie kostbar ist doch ein vor Wochen eingebuddelter roher
Kalbsfuß?! Wie viele Bakterien besiedeln eine solche Delikatesse? Und
richten sie nach dem Verzehr Schäden an? Nein, im Gegenteil; die hier
„mitgelieferten“ Bakterien sind für den Verdauungstrakt sehr wertvoll. Sie
sind natürlich! Sie vertreiben schädliche oder unnütze Schmarotzer im
Darmtrakt und stimulieren eine gesunde Funktion, ähnlich wie z.B. ein
Probiotica. Ein gesunder Verdauungstrakt bietet Schmarotzern keine
Lebensgrundlage! So habe ich noch nie bei einem „Pansenhund“ den Nachweis
von irgendwelchen Wurmarten erhalten! Weder bei meinen eigenen, bei unseren
Welpen, noch bei mir bekannten Hunden!!!! Dies gilt selbstverständlich nicht
für gegartes Fleisch! |
| Hunde können pflanzliche Nahrung nicht ohne
Weiteres verdauen, da ihrem Verdauungstrakt die entsprechenden Enzyme
fehlen. D.h. pflanzliche Bestandteile für den Hundenapf müssen gegart, fein
püriert oder durch Zusätze und industrielle Bearbeitung (Fertigfutter)
aufbereitet werden. Der größte Anteil von pflanzlichen Bestandteilen im
Fertigfutter wird durch Getreide- und Folgeprodukte bestritten, die
unverdaut wieder ausgeschieden werden. Erhält der Hund pflanzliche
Nahrungsbestandteile vorverdaut, nämlich in Form von grünem Pansen, kann
sein Verdauungstrakt diese restlos verarbeiten. Insofern ist die Zugabe von
Gemüse und anderen pflanzlichen Futtermitteln nicht unbedingt nötig; sei
denn zur Gewichtsreduzierung. |
| Pansen ist jedoch nicht gleich Pansen!
Farbe, Geruch, sowie die Verträglichkeit für den Verdauungsapparat des
Hundes, ist sehr unterschiedlich. So wie Landwirtschaftsbetriebe fast immer
nur eine bestimmte Rinderrasse, je nach Nutzen, züchten (z.B. nach Fleisch-,
Milch- oder Mastnutzung), so unterschiedlich fällt auch die „fleischige“
Qualität des Pansens aus. Den größten Einfluss hat jedoch die Ernährung der
Rinder. Die Menge der anfallenden Bakterien im Pansen hängt, was
verständlich ist, mit der aufgenommen Nahrung zusammen. Ob Frischfutter
(Weide), Silo, Rübenschnitze, Heu, Stroh, etc.; ob qualitativ einwandfreies
oder verdorbenes Futter, es zeigen sich deutliche Unterschiede. |
| Die Überwucherung des Pansen, z.B. durch
verdorbenes Futter, u.a. mit unterschiedlichsten Bakterien steckt auch der
Hundemagen nicht so einfach weg. Der Hund reagiert (ebenso wie das Rind) mit
Durchfall. So sollte man beim Einkauf darauf achten, dass der Pansen nicht
sauer riecht bzw. stinkt! Pansen hat einen „verhältnismäßigen“ angenehmen
Duft und kann selbst bei Erstfütterung problemlos ohne „Probezeit“ gegeben
werden. Während unsere Hunde Pansen im Herbst (frisch von der Weide) ganz
frisch in den Napf bekommen, wird der mit unbekannter Herkunft erst ein paar
Tage tiefgefroren, um eine evtl. mögliche unerwünschte Überschwemmung mit
Erregern zu vermeiden. |
| Aber nun zu den „Nährwerten“! Pansen
bietet, einmal abgesehen von den bereits erwähnten pflanzlichen
Inhaltsstoffen, im Grunde alle Nährstoffe die auch Muskelfleisch liefert,
und einige mehr. Dies sind Vitamin A, E, B1, -2, -3, -4, -5, -6, -7, -9, und
-12, C, D, E; die Spurenelement Eisen, Fluor, Jod, Kupfer, Mangan und Zink,
sowie die Mineralstoffe Calcium, Chlor, Kalium, Magnesium, Natrium, Phosphor
und Schwefel. Der Vergleich hinsichtlich dem so wichtigen Calcium/
Phosphor-Verhältnis lohnt sich hier jedoch besonders, ebenso wie der von
Proteinen und Kalorien, denn: |
 | 100 g Muskelfleisch bieten 20 g Eiweiß und
ein Ca/ Phosphor-Verhältnis von 17/160 |
 | sowie zwischen 105 und 161 Kalorien |
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 | 100 g Pansen bieten 12 g Eiweiß ein Ca/
Phosphor-Verhältnis von 80/90 |
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 | sowie etwa 98 Kalorien (der Nährwert hinsichtlich der
pflanzlichen Bestandteile soll hier nicht ausführlich erwähnt werden) |
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| Und nun zum Vergleich ein beliebiges
Fertigfutter! Wussten Sie, dass |
 | 100 g Trockenfutter für Hunde mit normalem
Verbrauch im Durchschnitt 26 g Eiweiß bei 380 Kalorien enthalten
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 | 100
g Light-Trockenfutter für Hunde immer noch durchschnittlich
18 g Eiweiß und 330 Kalorien enthalten? |
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| Angesichts schon alleine dieser hier
genannten Tatsachen wird sehr deutlich, welchen Ernährungswert grüner Pansen
für unsere Hunde hat. |
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Copyright Inge Krümmel |
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Verhaltensberatung |
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